Die Arbeiterwohlfahrt in Konstanz bietet für Eltern, die mehr Zeit für sich und ihre Kinder brauchen eine Vermittlung an Kurhäuser an. Martina Riemer löst Sibylle Dehnert-Keim nun in dieser Position ab.

Die freie Stell von Sibylle Dehnert-Keim wurde im August mit Martina Riemer besetzt. Sie soll in Zukunft die Beratung und Vermittlung der Muttter/Vater-Kind-Kur fortführen.

Vor allem Mütter und Väter, die eine Entlastung vom Alltag brauchen und deswegen mehr Zeit für sich und ihre Kinder suchen, wenden sich an die Kontaktstelle, um zu Kurhäusern vermittelt zu werden.

Dreieinhalb Jahre hat Sibylle Dehnert-Keim Menschen an Kurhäuser vermittelt, um ihnen die damit verbundene formale Herausforderung abzunehmen und einen schnellen Kontakt aufzunehmen. „Manche Kurhäuser haben die Betroffenen direkt zu mir geschickt, wenn sie keinen Platz mehr bieten konnten“, so Dehnert-Keim. „Es ist schön, den Müttern und Vätern die Möglichkeit zu geben, ihren Alltag besser meistern zu können.“

Dehnert-Keim betont, dass eine solche Kur nicht als „Reha-, sondern Vorsorgemaßnahme“ dient. „Man soll lernen, seine eigenen Grenzen einzuschätzen und mit ihnen umzugehen.“ Der zuverlässige Ruf der Kurvermittlung habe sich vor allem durch Mundpropaganda verbreitet. Waren es im Jahr 2015 noch 19 Vermittlungsanträge, so sind es 2018 allein bis Mai 25 Stück. Auch die Anzahl der Väter, die einen Antrag stellen ist gestiegen. Trotzdem sind es vor allem Mütter, die eine Mutter-Kind-Kur beantragen. „Es gibt viele berufstätige Mütter, somit auch mehr Bedarf für Zeit mit dem Kind“, sagt Dehnert-Keim.

Als Nachfolgerin von Sibylle Dehnert-Keim, startet Martina Riemer ihr Anerkennungsjahr für den Beruf als Sozialarbeiterin bei der AWO. „Ich habe bereits vor meinem Studium ein Praktikum bei der AWO in Singen abgeschlossen“, erzählt die Bachelor-Absolventin. „Die familiäre Atmosphäre hat mir sehr gefallen.“

Weil Riemer sich erst noch in die Prozesse einarbeiten müsse, ist die Vermittlung bis Ende September pausiert. Manfred Winter übernimmt die Anleitung von Frau Riemer in sozialarbeiterischen, sowie administrativen Tätigkeiten.

„Ich schätze sehr, was für eine verantwortungsvolle Arbeit Frau Dehnert Keim übernommen hat“, sagt Riemer. „Ich möchte dies weiterhin so fortführen, weil mir die Frauenarbeit generell sehr am Herzen liegt.“ Vor allem angesichts der häufigen Mehrfachbelastungen von Frauen, aufgrund von Berufstätigkeit, der Rolle als Mutter und Ehefrau oder Partnerin, sei es für Mütter besonders wichtig, die Möglichkeit zu haben, eine Kur anzutreten.